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Geheimnisse unter dem Eis: Mysterienband erschienen

Ein Werkstattbericht von Judith & Christian Vogt

Während eines Eis&Dampf-Workshops auf der Feencon vor einigen Jahren fragte uns Tobias Junge, der schon einige Kurzgeschichten zur Welt beigesteuert hatte, welche verlorenen Geheimnisse denn unter dem Eis verborgen lägen, das sich als dicker Panzer über den Norden Europas gewälzt hatte. Zur selben Zeit kam seitens der Illustratorin Mia Steingräber die Idee auf, die starken visuellen Möglichkeiten, die das Genre Steampunk mit sich bringt, in einem Rollenspielband genauer zu erkunden. Da die beiden Ideengeber zufällig miteinander verheiratet sind und wir Vögte mit ihnen zusammen schon erfolgreich am Groschenheft Die Grüne Fee unter dem gemeinsamen Label Federfechter zusammengearbeitet hatten, entschieden wir uns für eine Kombination beider Ansätze. Auch eine Online-Umfrage der Spieler bestätigte ein großes Interesse für diese beiden Themen.

Unterstützung in Bild und Text

Um dem visuellen Anspruch gerecht zu werden, konnten wir den Uhrwerk Verlag davon überzeugen, diesmal auf Vollfarbe zu setzen. Klaus Erkens passte dafür das bisher schwarz-weiße Layout an und verlieh ihm eine schicke Bronzeoptik.Wir holten für die Texte noch die Eis&Dampf-Veteran*innen Dominic HladekJörg Hagenberg und Hannah Möllmann mit ins Boot und begrüßten Lena Richter als neue Eis&Dampf-Autorin. Alle Illustrationen sowie das Cover stammen diesmal von Mia Steingräber. Tatsächlich stellten diesmal einige Illustrationen die Basis für die Texte da, nicht umgekehrt, wie es üblicherweise bei Rollenspielpublikationen der Fall ist.

Den Mysterienband findet ihr im Uhrwerk-Shop als vollfarbiges Heft für 19,95 EUR und als PDF für 9,99 EUR.

Was ist dabei herausgekommen?

Geheimnisse unter dem Eis behandelt 14 Mysterien aus der Welt von Eis&Dampf, sowohl Personen, als auch Lokationen, alle versehen mit einer wunderbaren Illustration, was den Band gleichzeitig zu einem kleinen Kunstwerk macht. Hier werden aus dem Grundregelwerk angedeutete Mysterien der Welt genauer betrachtet: Shellys, Agenten, Stürzer, Puppen, Psionik und die Dᴂmonen der Physik dürfen in einem solchen Band nicht fehlen! Aber wir reisen auch zu neuen Regionen: das ferne Indien und das fortschrittliche Ostafrika, Städte in Vulkanen, unter dem Meer und über den Wolken. Gleich zwei Mysterien befassen sich mit dem Fortgang des Romans Die verlorene Puppe, womit auch Einwohner des amerikanischen Kontinents vertreten sind.

Das größte Geheimnis

Aber welches Geheimnis liegt denn nun unter dem Eis? Ein Mysterium beschäftigt sich mit einer untergegangenen, hochtechnisierten Zivilisation in Doggerland, welches vor vielen tausend Jahren in der Nordsee versank. Die Überreste jenes Volks werden gerade von den sich bewegenden Eismassen zutage gefördert, etwa in Form von oktaederförmigen Bernsteinen mit außergewöhnlichen elektrischen Eigenschaften. Dieses Mysterium und eine damit einhergehende weltumspannende Gefahr verbindet vergangene und künftige Publikationen aus der Welt von Eis&Dampf in einem losen Handlungsbogen miteinander. Die versunkene Hochkultur beeinflusste etwa das antike Ägypten, was in vergangenen Kurzgeschichten und einem künftigen Roman behandelt wird, und die Ereignisse in Rummelten – zu erleben in der Abenteuersammlung Kreuzkönig.

Viel Spaß mit den Geheimnissen unter dem Eis!

Kreuzkönig: Neues Abenteuer für Eis&Dampf

Für Eis&Dampf, die Heimatwelt der Grünen Fee, erscheinen nicht nur Kurzgeschichten und Romane, sondern auch Material für das gleichnamige Rollenspiel. Nun ist mit Kreuzkönig der erste Abenteuerband erschienen. Von Hannah Möllmann und Jörg Hagenberg illustriert und geschrieben sowie von Judith und Christian Vogt herausgegeben, ist es ab sofort beim Uhrwerk Verlag erhältlich.

„Die verlorene Puppe“ ist erschienen!

Gestern war es endlich so weit: Auf der Dreieich-Con konnten wir den zweiten Roman aus der Welt von Eis&Dampf, „Die verlorene Puppe“, mit unseren gierigen Griffeln an uns reißen! 

wp_20161119_13_02_30_proDie Premierenlesung war schön – danke an Henning Mützlitz und Christian Kopp für Fotos und an alle Zuhörer fürs Interesse! Auch am Uhrwerk / Feder&Schwert-Stand haben wir noch interessante Gespräche mit Lesern und E&D-Spielern geführt. Cool. ^_^ Ebenfalls toll ist, dass wir auch schon Live-„Reaction“-Kommentare im Facebook-Chat bekommen! (Das eBook ist schon erhältlich, das Print wird diese Woche ausgeliefert.)

Apocalastico

Apocalástico – von Mia Steingräber

Wir sind sehr gespannt, wie unser zweiter Steampunk-Roman bei euch ankommt. Er ist übrigens unabhängig von der ersten „Puppe“ lesbar und entdeckt einen bisher blinden Fleck der Weltkarte. ;) Eine ganz dezente Andeutung darauf könnt ihr hier  mit Hannah Möllmanns neuer Karte entdecken!

Außerdem gibt es von Testleserin Mia Steingräber schon seit geraumer Zeit phantastische Fanart zu „Die verlorene Puppe“ – die Protagonisten Ferenc und Yue, Akrobaten am Trapez und auf dem Seil. Diesmal spielt ein nicht unwesentlicher Teil der Handlung unter Artisten – der fliegende Zirkus „Apocalástico“ gerät in Spanien in die Gewalt von Entführern. Doch an Bord des Zirkusluftschiffs schlummern Geheimnisse, und nicht jeder Akrobat ist, was er zu sein scheint …

Weiter nördlich in der Welt von Eis&Dampf begibt sich hingegen ein friesisches Luftschiff unter der Führung von Kapitänin Haukesdottir auf eine Reise ins Nirgendwo …

Und falls ihr eure Erinnerung an die erste „Puppe“ auffrischen möchtet: Uns wurde ein weiteres Bild zugestellt, vermutlich von Naðan von Erlenhofen persönlich. Die Luftschlacht um Helgoland. Große Klasse, vielen Dank an beide Künstler! :D

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Nathurn Stak

Ausmalen für Æronauten

Mit der Grünen Fee liegt die letzte Publikation aus der Welt von Eis&Dampf nun schon eine kleine Weile zurück und mit Die verlorene Puppe steht die nächste vor der Luke. Damit wir nicht an Höhe verlieren, werfen wir in der Zwischenzeit noch ein paar Kohlen nach und Ballast ab. Hier also ein kleiner Wettbewerb mit spannenden Preisen.

Was müsst ihr tun?

Adobe Photoshop PDF

Mal! Mich! An!

Ausmalbilder für Erwachsene liegen gerade voll im Trend. Und da die Schnittmenge mit E&D-Lesern und -Spielern vermutlich gegen null trudelt, liegt für unseren immaginären Marketingberater nichts näher, als einen Ausmalwettbewerb auszurichten. Genial. Mia Steingräber war so nett und hat uns eine automatische Fee zur Verfügung gestellt, an der ihr eure Buntstifte und Farbkästen austoben dürft. Hier euer Fahrplan:

  1. Das Bild als PDF herunterladen. Download
  2. Die Fee ausdrucken und ausmalen (oder, wenn es uuuunbedingt sein muss, digital rausputzen). Falls ihr Kinder habt, können die das auch machen, oder ihr tut so als ob.
  3. Telegraphiert o. ä. euer Meisterwerk bis zum 11. Dezember 2016 an uns. Pro Teilnehmer sind auch mehrere Beiträge möglich. Klar, der Rechtsweg ist ausgeschlossen und mit eurer Einsendung geht auch das Einverständnis einher, dass wir sie auf der Seite veröffentlichen dürfen.
  4. Daumen drücken.

Was könnt ihr gewinnen?

  1. Platz: Mia zeichnet einen Wunschcharakter aus der Welt von Eis&Dampf. Das kann ein eigener Charakter sein oder eine Figur aus den Romanen, Kurzgeschichten, der Fee etc. (Stilbeispiel siehe unten).
  2. Platz: Das letzte verbliebene Promobild zum Erscheinen der Grünen Fee (siehe unten). Ist natürlich ein Original und ein Unikat.
  3. Platz: Ein druckfrisches Exemplar des neuen Romans Die verlorene Puppe von Judith und Christian Vogt.

Die Grüne Fee – a penny dreadful!

Fee1Mit „Die Grüne Fee“ erweitern wir die Welt von Eis&Dampf um ihr erstes Groschenheft! Aufgrund der Inflation seit der Eiszeit im 19. Jahrhundert liegt der Groschen mittlerweile bei 3,50 €. Dafür erhält der geneigte Leser sechs neue, pulpige, steampunkige Kurzgeschichten aus der Welt von Eis&Dampf, jede einzelne liebevoll illustriert von Mia Steingräber und Caryad. Geschrieben haben hierbei neben Christian und Judith auch Tobias Junge und Mia, die hier ihre erste literarische Veröffentlichung hinlegt.

Richtig hübsch und leicht zu haben

Die Idee dazu kam uns im vergangenen Jahr – unsere Power und Begeisterung zu bündeln und ein richtig hübsches Heft auf die Beine zu stellen. Wir haben uns ein paar Unterstützer gesucht, die im Heft mit stilechter Werbung erwähnt sind und haben den Druck ansonsten auf eigene Kosten und erstmalig ganz ohne Verlag gestemmt. Na ja – fast ganz ohne Verlag: Obwohl wir die Fee im Print nur direkt aus unseren Wohnzimmern vertreiben (sie ist nicht im Buchhandel und nicht beim großen A zu haben), möchten wir beim eBook auf die bereits vorhandenen Strukturen von Feder&Schwert und Uhrwerk zurückgreifen und werden das eBook in Kooperation mit dem Verlag anbieten. Zunächst ist aber nur das Print erhältlich und bestellbar, und zwar HIER!

Wir freuen uns über Bestellungen – und wer noch zögert, kann sich dieses Durchgeblättert-Video ansehen:

Fiasko und Die Grüne Fee

13725117_1782821895298417_8317298623404912784_oLange gabs nichts Neues in der Welt von Eis&Dampf – das heißt nicht, dass wir an nichts gearbeitet hätten. ;) Zwischenzeitlich ist zusammengewachsen, was hoffentlich zusammen gehört: Uhrwerk und Feder&Schwert, die beiden Verlage von den Romanen, der Kurzgeschichtensammlung und dem Rollenspiel zu „Eis&Dampf“ sind jetzt beide unter dem Dach des Uhrwerk-Verlags. Wir freuen uns auf weitere Zusammenarbeiten!

Unser Groschenheft „Die Grüne Fee“, das zusammen mit Mia Steingräber und Tobias Rafael Junge entstanden ist, steht in den Startlöchern bzw. liegt beim Drucker und wir bringen es euch im Juli zur FeenCon mit.

Außerdem gibt es etwas Neues für die Fiasko-Spieler unter euch – ein Playset zur Welt von Eis&Dampf von Jörg Hagenberg! Ihr könnt es euch hier direkt herunterladen und losspielen – wir freuen uns natürlich über Rückmeldung!

Fantástico! Fabuloso! Apocalíptico!

„Der Mund wird euch offen stehen am heutigen Abend, und wenn ihr gefragt werdet, wie es euch gefallen hat, werdet ihr nur sagen können: Fantástico! Fabuloso! Apocalíptico! Denn ich, meine Damen, meine Herren, werte Kinder, bin Pablo Cervantes Diaz, und dies hier ist mein fliegender Zirkus, der Circo Apocalástico!“

Die verlorene Puppe

Cover_Puppe2

Oder um es mit anderen Worten zu sagen: Es geht weiter in der Welt von Eis&Dampf – 2016 erscheint der zweite Roman „Die verlorene Puppe“ bei Feder&Schwert.

Clockworkpunk-Azteken! Zirkusluftschiffe! Akrobaten ohne Netz und doppelten Boden! Kommen Sie, kommen Sie! Das muss man gesehen haben!

Punk ohne Revolution? Oder Was hat der Punk im Steampunk verloren?

Ein Blogartikel sagt mehr als 140 Zeichen, und da die Diskussion über die Frage „Gibt es überhaupt einen Punk im Steampunk?“ die Möglichkeiten von Twitter sprengte, wurde ich eingeladen, diesen kleinen Artikel hier zu verfassen. Danke an Infernal Teddy! 😉

Steampunk vs. Cyberpunk

Dem Steampunk als Begriff wird häufig vorgeworfen, dass er sich aus dem Begriff Cyberpunk entwickelt hat – was tatsächlich korrekt ist, aber beschränkt sich das „Punk“ in Steampunk wirklich nur darauf, dass das Wort halt schon im Ursprungswort drin war und man dann halt nicht anders konnte, als es beizubehalten?
Cyberpunk ist Science-fiction ohne Raumschiffe; das düstere Setting einer Blade-Runner-Zukunft, in der der Mensch mit der Maschine verschmilzt und das soziale Elend zwischen dem Chrom durchschimmert.
fs_steamDie für mich treffendste Bezeichnung für Steampunk ist Retro-Science-fiction – aber Steampunk ist sehr stark Auslegungssache (eine weitere Definition: „To say ‚That’s not Steampunk‘ is not Steampunk.“), und daher treffen die Aussagen in diesem Artikel auf mich zu und nicht notgedrungen auf jeden anderen Steampunk, den ihr in diesem Leben treffen werdet.
Also, zurück zur Retro-Science-fiction: Steampunk ist eine Zukunft, die nicht eingetroffen ist, ein alternatives Szenario, angereichert manchmal mit Elementen aus der Fantasy und manchmal mit Elementen aus den Zukunftsvisionen beispielsweise eines Jules Verne, einer Mary Shelley oder eines Nikola Tesla. Es ist ebenso ein „Was-wäre-wenn“ wie auch der Cyberpunk oder jede andere Spielart der Science-fiction.
Nun steht also der Steampunk neben dem Cyberpunk in der SF-Ecke – aber das rechtfertigt noch nicht den Punk darin. Oder?
Science-fiction, im Gegensatz zur „gemeinen Fantasy“, steht im Ruf, gesellschaftskritische Fragen aufzuwerfen. Gerade in naher Zukunft spielende Romane, Filme oder Rollenspielsettings denken unsere heutigen Verhältnisse (beziehungsweise die Verhältnisse der Zeit, der sie entstammen) weiter und zeichnen oder überzeichnen bestehende und drohende Konflikte.
Die Renraku-Arcology in Shadowrun und der Mega-Konzern der Tyrell-Corporation in Blade Runner sind neben ihrer rein optischen Ähnlichkeit Beispiele dafür, dass wir schon seit Jahrzehnten die Übermacht internationaler Konzerne fürchten (und doch der Tatsache ohnmächtig gegenüberstehen, dass sich die Spirale in diese Richtung weiterdreht). Die Punks dieser Settings (wenn auch Shadowrun kein lupenreiner Cyberpunk ist, nur die populärste Spielart) sind die Shadowrunner, die die an eine Nation gemahnenden Sicherheitsmaßnahmen des Konzerns überwinden, um an Informationen zu kommen, oder der Blade Runner, der hinschmeißt, um mit seinem geliebten Skin-Job die Stadt zu verlassen.
Die Cyberpunks entsagen sich dem Getriebe einer zukünftigen Zivilisation, rebellieren gegen Machenschaften, in denen Menschen wie Maschinen behandelt werden, oder in denen gar Maschinen die menschlicheren Menschen werden.

Wo finden wir so etwas im Steampunk – oder finden wir es überhaupt?

Ist der Steampunk vielleicht doch nur etwas für Bronze-Nostalgiker, für Anhänger einer romantischeren Welt? Ist Steampunk nicht vor allen Dingen Ästhetik: die schöne Maschine, bei der der Werdegang der industriellen Revolution hin zu unserer heutigen Zeit ignoriert werden kann?
Ihr habt es schon gelesen, das Wort „Revolution“ – kann es einen Punk ohne Revolution geben, so die Eingangsfrage, und hier sind wir bei einer Revolution angekommen. Der industriellen nämlich – aber die geht nicht von Punks aus, werdet ihr sagen, die geht von … ja, von wem? Von den ersten großen Magnaten und Industriebossen, von den ersten großen Konzernen aus. Auf dem Rücken der natürlichen Ressourcen, der Umwelt und vor allen Dingen der Arbeiter baute sich in den von Mark Twain „vergoldeten Zeit (gilded age)“ genannten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts eine lupenreine und menschenverachtende Zweiklassengesellschaft auf. Arbeiter – Männer, Frauen und Kinder – wurden ohne Rücksicht auf Verluste geschunden, um in riesigen Schritten eben jene Zivilisation voranzutreiben, in der wir heute leben.
Wie wenig die einzelnen Leben von Menschen galten, wird nicht nur in der industriellen Revolution deutlich, sondern auch, wenn wir uns vor Augen führen, wie nah sich diese Zeit am Kolonialismus und Sklavenhandel befand, an Territorialkriegen und schlussendlich an den Schwellen zu zwei Weltkriegen, zu einer Kriegsführung mit Giftgas, zu Bombardierungen von Zivilisten und dem Holocaust.
Also, eine romantische Zeit, in die sich der Steampunk einbettet?
Auch, sicherlich. Es ist auch die Zeit, in der die Welt noch nicht vollständig entdeckt ist, in der Schliemann Troja fand und Tutanchamuns Grab geöffnet wurde. In der Tesla und Edison ihren Krieg der Ströme führten, in der Jack London den Yukon River hinabfuhr und Marconi die ersten Radiosignale über den Atlantik sandte. In der Maschinen noch Kunst waren und man Geduld und Arbeit darauf verwandte, die Architektur mit den Schnörkeln des Jugendstils oder den Formen des Kubismus zu verzieren. Eine Zeit der Widersprüche also, in der das soziale Elend zwischen dem Messing durchschimmert.
Wenn also der flüchtige Vielleicht-Replikant der Punk eines Cyberpunk-Settings ist, wer ist dann der Punk des Steampunk-Settings?
Der Gewerkschaftler, der gegen die Kinderarbeit kämpft. Die Suffragette, die für Frauenrechte eintritt. Das Monster des Dr. Frankensteins, das sich selbst nach Menschlichkeit sehnt.
Eines der ersten Dinge, die ich zum Thema „Was soll eigentlich dieses Steampunk sein?“ las, war der Wahlspruch „Love the Machine, hate the Factory“. Demzufolge möchte ich auch noch kurz auf das eingehen, warum auch Steampunk als heutige „Peergroup“ das Label „Punk“ verdient hat.
Was soll das, einen Laptop auf alt zu trimmen? Warum Zylinder mit Goggles anziehen? Warum Bartitsu, die viktorianische Selbstverteidigung, wieder hervorkramen? Ist das alles nicht irgendwie so eine Art Hipster-Hobby?
Oder hat es vielleicht doch eine Aussage? Heißt das nicht: Wir lieben Technik, wir lieben „die Maschine“, aber bitte nicht für jeden dasselbe, bitte nicht diese Massenware, auf denen die Fingerabdrücke von Kinderarbeit klebt? Ist der „heutige“ Steampunk nicht auch Ausdruck eines Nicht-Einverstanden-Seins mit internationalen Konzernen, mit dem Hässlichen im Hübschen, mit dem Nicht-Beeinflussbaren innerhalb des Wählbaren?
Liebe die Maschine, liebe den Erfindungsgeist dahinter – nicht nur den des 19. Jahrhunderts, auch den Erfindungsgeist der Crowd, der OpenSource – aber hasse den Konzern. Das ist der Punk im Steampunk.
Und deshalb: Richtig, es gibt keinen Punk ohne Revolution. Aber die Revolution ist beim Steampunk inklusive.

RatCon 2015

E&D

Foto von Stefan Holzhauer

Da ist es!

„Eis&Dampf“ gab’s, pünktlich wie ein Uhrwerk ;) , auf der RatCon zu kaufen.

Alle anwesenden Mitwirkenden waren mächtig stolz und sind am Freitagabend direkt ein paar Stunden in die Eiszeit abgetaucht. Außerdem war der freundliche Käpt’n Holzhauer von Phantanews da und hat direkt einen schönen Bericht abgeliefert.

Danke, danke, danke

Danke an alle beteiligten Autoren, Illustratoren und Grafiker, danke an alle Interessierten und danke an Patric und Uli von Uhrwerk für die tolle Zusammenarbeit. Ich denke, das Baby kann sich sehen lassen!

Workshop und Erscheinungstermin

Es steht fest: „Eis&Dampf“ schafft es pünktlich zur RatCon in Unna am 8./9. August – also nächstes Wochenende!

Leider wurde unser Workshop am RatCon-Samstag von 16 Uhr auf 20 Uhr verschoben. Eventuell schaffen wir es nicht, ihn selbst zu halten, dann wird uns aber die famose Hannah Möllmann vertreten.
Wir freuen uns.

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